Wasserstollen


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Durch den Mangel an Kohle ab ca. 1850 zur Stromerzeugung musste man sich nach alternativen Möglichkeiten umschauen. Um 1890 wurden im Wallis die ersten Wasserkraftwerke errichtet. Die durchs Lötschental bis nach Gampel und Steg fliessende Lonza bot sich als idealer Wasserlieferant für ein Kraftwerk an.

Anfang 1897 wurde in Basel eine Interessengemeinschaft für die Nutzung der Wasserkraft der Lonza gegründet. Kurz nach der Erteilung der Konzession am 3. Februar 1897 wurde zur Herstellung von Calciumcarbid und Acetylen die Lonza Elektrizitätswerke, der heute weltweit tätige Chemiekonzern Lonza, gegründet. Noch im selben Jahr begann der Bau für das Kraftwerk Gampel I (Nr 4 auf der Karte). Schon bald merkte man, dass die Leistung nicht reichte und man begann bereits 1899 mit dem Bau des Kraftwerks Gampel II (Nr 3 auf der Karte). Bereits 1904 wurde die Konzession für den Bau des Kraftwerks Gampel III (Nr 2 auf der Karte) erteilt. Wegen diversen Problemen wurde mit dem Bau jedoch erst während des 2. Weltkrieges begonnen.

Als 1975 das neue Speicherkraftwerk mit dem Stausee in Ferden und der Zentrale in Steg (Nr 1 auf der Karte) in Betrieb genommen wurde, konnten die Kraftwerke Gampel I bis III abgestellt werden.