Kraftwerk Gampel II


Schon bald nach der Inbetriebnahme des Kraftwerks Gampel I merkte man, dass die Leistung für die Herstellung der petrochemischen Produkte nicht mehr reichte. Ein neues und grösseres Kraftwerk musste her. So ersuchte man den Kanton Wallis um die Konzession für den Bau und Betrieb des Kraftwerks Gampel II. Die Konzession wurde am 28. Juni 1898 erteilt.

Bereits ein Jahr später begannen die Arbeiten für die neuen Kraftwerksanlagen. Das Wasser wurde im Bereich Mittal gefasst und durch einen 1 500 m langen Druckstollen zur neuen Zentrale in Klösterli geleitet. Beim Bau wurde darauf geachtet, dass das Wasser vor der Fassung von Gampel I wieder in die Lonza floss und so erneut genutzt werden konnte. Da sich die Turbinen durch eine grosse Menge Sand im Wasser sehr stark abnutzten wurde 1928 eine neue Entsandungsanlage gebaut. Mit 5 Turbinen konnten im Kraftwerk Gampel II maximal 8 000 PS, bzw. 10 880 KW geleistet werden.

Wie auch das Kraftwerk Gampel I wurde Gampel II 1975 stillgelegt. Auch von diesem Kraftwerk sind heute noch fast alle Bauten erhalten. Die ehemalige Zentrale wurde ausgehöhlt und wird heute als Unterstand für Landwirtschaftliche Geräte und Maschinen genutzt.